Die Geschichte der Waldbühne Kloster Oesede

1951 legte die damalige Gemeinde Kloster Oesede die Freilichtbühne an. In den ersten Jahren wurden in der Kooperation Gemeinde, Kirche und Schule Freilichtspiele durchgeführt. Wie auch auf anderen Bühnen standen Klassikerbearbeitungen wie „Faust“, „Götz von Berlichingen“ oder „Die Nibelungen“ auf dem Spielplan der Bühne. Es gab aber auch Märchenaufführungen wie „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Schneewittchen“.

Leider war die Resonanz auf die Spiele nicht so wie erwartet, so dass der Spielbetrieb 1959 eingestellt wurde.

Fortan diente die Bühne als Veranstaltungsort vielfältigen Zwecken. Elternnachmittage der Schule, Sportdarbietungen, Konzerte und regelmäßig eine „Woche der Jugend“, die vom Kreisjugendring veranstaltet und junge Menschen aus dem Landkreis Osnabrück, aber auch aus Holland, Frankreich und England zusammenführte.

1970 übernahm dann die Stadt Georgsmarienhütte nach dem Zusammenschluss die Freilichtbühne. Die 70er Jahre waren geprägt von jährlichen Rockfestivals. Die Bühne wurde damit zu einem beliebten Treffpunkt in der Region und die bekannten Bands der damaligen Zeit gaben sich hier ein Stelldichein.

Anfang der 80er Jahre suchte die Stadt nach einem neuen Konzept. Es sollte fast bis Ende der 80er Jahre dauern, bis ein neuer Theaterbetrieb initiiert werden konnte. 1988 ging es dann mit „Oklahoma“ los. Ein Ensemble aus Amateurschauspielern unter der Leitung von Franz Breit hatte sich zum „Operettenensemble der Waldbühne“ zusammengeschlossen und bespielte bis 1994 die Bühne. Aus persönlichen Gründen konnte Franz Breit das Ensemble nicht weiterführen.

1990 kam unter der Leitung von Johannes Börger zusätzlich das Kindertheater an die Bühne. Nach einigen Jahren war das Kindertheater der Waldbühne überregional bekannt und erfreute sich guter Zuschauerzahlen. Seit 1996 gestaltete diese Gruppe auch das Abendprogramm der Waldbühne.

Und 2001 stand mit dem „Mann von La Macha“ wieder ein anspruchsvolles Musical auf dem Programm. Im Jahr darauf folgte eine Musicalversion von Shakespeares „Sommernachtstraum“.

Aus dieser Spielschar entstand Anfang 2003 der Verein „Waldbühne Kloster Oesede e.V.“

Erstmalig wurde im Jahr 2004 Livemusik unter der Leitung von Georgi Gürov auf der Waldbühne gespielt und bis heute bei den Abendproduktionen beibehalten. Dies machte den Bau eines Musikerhauses notwendig.

Im Jahr 2007 wurde ein neu gebautes Maskenhaus bezogen.

Überlegungen und Unsicherheiten prägten die Stückauswahl für das Jahr 2008. Passt die in Hamburg gespielte „ Heiße Ecke“ nach Kloster Oesede? Sie passt und ist seitdem in jedem Jahr der Dauerbrenner.

Zu Anfang des Jahres 2009 zählt der Waldbühnenverein 330 Mitglieder von denen 140 aktiv vor, auf und hinter der Bühne an den Aufführungen und deren Entstehung beteiligt sind.

In Eigenleistung errichtete der Waldbühnenverein im Jahr 2010 mit finanzieller Unterstützung der Stadt Georgsmarienhütte, der Sparkassenstiftung und des Landschaftsverbandes ein Toilettengebäude.Es wurde ein Förderverein zur Akquise von Geldzuwendungen gegründet.

Die 1.200 Sitzplätze wurden als Serviceleitung für die Besucher im Jahr 2011 im Bereich der Abend-produktionen nummeriert. Der Zuschauer hat nun die Möglichkeit seinen persönlichen Wunschsitzplatz zu wählen. Seitdem entfallen lange Warteschlangen vor Einlassbeginn.

Eine Uraufführung gab es im Jahr 2012 auf der Waldbühne Kloster Oesede. Das von Waldbühnenmitglied Markus Westermeyer geschriebene Familienmusical „Mirinda Zauberwind“ wird auf der Waldbühne aufgeführt. Der Waldbühnenverein wächst stetig und hat nun 480 Mitglieder, von denen sich 250 aktiv beteiligen. Eine Bühnenentwicklungsgruppe wurde gegründet und mit der Verbesserung der Bühneninfrastruktur beauftragt. So entstand ein Perspektivplan 2020. Der erste Bauabschnitt zur Vergrößerung der Fläche hinter der Bühne konnte Ende 2012 mit finanzieller Unterstützung der Stadt Georgsmarienhütte  starten.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

Das Jahr 2013 sollte ein ganz Besonderes werden - schließlich galt es das 25-jährigen Jubiläum nach Reaktivierung der Waldbühne zu Feiern. Ein Vierteljahrhundert Waldbühne! Im Rückblick kann das Ensemble mit seinen mehr als 500 Mitgliedern auf eine Spielzeit mit dem drittbesten Besuch der Geschichte (mehr als 27000 Besucher) und vielen ereignisreichen Veranstaltungen zurückblicken. Im Herbst des Jahres wurde mit dem Bau eines neuen Regiehauses begonnen - das alte Regie- und Kassenhaus aus dem Jahr 1957 war chronisch zu klein und entsprach auch baulich nicht mehr den Anforderungen.  

Chronik - Chronik der Stücke

 

   
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